Ludwig Erhard; Foto [Bundesarchiv]
Christian Lindner macht Wahlkampf. Wahlkampf für seine Partei, die FDP, die in den neuesten Umfragen in Nordrhein- Westfalen von großem Glück sagen kann, wenn sie wieder im Landtag vertreten ist (Sonntagsfrage Info GmbH vom 14.04.12= 3%). Das sollte man bei seinen markigen Sprüchen im Kopf behalten die, wenn schon nicht das „Singen im dunklen Wald“, dann doch wenigstens Wahlkampfgetöse sind. So verbreitet er absurde Behauptungen über seinen Hauptkonkurrenten, die Piratenpartei (gleiche Umfrage= 11% [Link]), die sich mit einigen Sekunden googlen widerlegen lassen.
Nun bezieht er sich in dem Interview, welches er einer Zeitung gab (ich habe mich entschlossen, hier keine Links auf Zeitungen mehr zu posten, solange bis diese damit aufhören, „Quelle: Internet“ zu schreiben.) auf Adam Smith, einen schottischen Ökonomen und Philosophen, der Liberalen gern als Vordenker dient. Lindner meint, zunächst sei Smith einmal Moralist gewesen, der freiheitliches Handeln an die Rechtfertigung vor Vernunft, Gewissen und dem Nächsten knüpfte. Ein klares Bekenntnis also zur sozialen Marktwirtschaft, er zitiert Otto Graf Lambsdorff in diesem Zusammenhang, verschweigt aber, das Ludwig Erhard (CDU) es war, der die Grundlage für diese Form des Kapitalismus (oft auch als Rheinischer Kapitalismus umschrieben [Link zu Wikipedia]) legte. Erhard kam aus der neoliberalen Ecke, nahm diesen Ideen aber die merkantile Kälte, indem er eine soziale Komponente hinzufügte.