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Occupy dümpelt vor sich hin

Durch die Ereignisse in Frankfurt, die offenbar eine Großübung zur Niederschlagung eines Aufstandes darstellen, wird das Interesse an der Occupy- Bewegung wieder angefacht. Wir alle wissen, daß diese Bewegung existiert, wir alle haben auch schon einmal ein Camp dieser Bewegung gesehen, aber so richtig kommt diese Bewegung nicht im Bewusstsein der Allgemeinheit an, vielleicht auch weil sie Bewegung bleiben und sich nicht als Verein mit entsprechenden Rechten und "Verantwortlichen" darstellen will.

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Occupy- Düsseldorf friert

Meine beiden Gesprächspartner machten zwar einen ziemlich 'kühlen' Eindruck, "sind aber entschlossen, durchzuhalten. Wir haben alle gewusst, auf was wir uns hier einlassen."

So wären denn als Sachspenden Schlafsäcke und Decken sehr willkommen. Schließlich geht uns die Sache, für die hier demonstriert wird, alle an. Auch Geldspenden sind hochwillkommen, da die Dixiklos in den ersten Wochen zwar von der Firma kostenlos gestellt wurden, seit 14 Tagen aber bezahlt werden müssen. Das Problem der Occupy- Bewegung, an größere Geldspenden zu kommen ist, daß es sich nicht um einen geschäftsfähigen Verein handelt. Daher sind keine steuerwirksamen Spendenquittungen möglich, was natürlich Großspender abhält, die Bewegung zu unterstützen - andererseits würde es dem Occupy- Gedanken zuwiderlaufen, einen Verein zu gründen. Es geht ja bei der Bewegung gerade darum, klar zu machen, daß hier einzelne Bürger aufstehen gegen ein Regime, welches den sozialen Gedanken völlig aus dem Blickfeld verloren hat und inzwischen ausschließlich kapitalfreundliche Politik macht.


Die Düsseldofer Stadtkirche hat freundlicherweise Kirchengelände zur Verfügung gestellt

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Heute stimmt der Bundestag für den Finanz- GAU *)

Schließung der Berliner Sparkasse 1931; Bundesarchiv

Die Todsünde beging Schröder in satanischer Eintracht mit den Grünen: er war es, der die Erlaubnis gab, an deutschen Börsen Derivate und Leerverkäufe zu handeln. Derivate und Leerverkäufe stellen eine Möglichkeit dar, auf wundersame Weise Geld zu vermehren: ob es sich um „Leerverkäufe“ handelt, also darum, daß ich Aktien (leer) verkaufe, die mir gar nicht gehören, oder um Derivate, in beiden Fällen wird virtuelles Geld erzeugt. Geld also, welches nur in der Phantasie existiert. Bei Leerverkäufen geht es darum, lediglich den Gewinn (bzw. Verlust) abzuschöpfen, der entsteht, wenn ich den Kurswert einer Aktie voraus“ahne“ und darauf spekuliere, indem ich mir diese Aktie leihe. Es handelt sich um ein Termingeschäft. Dabei muss ich den Aktienwert am Stichtag vorausbestimmen, um sie dann zu kaufen. Von meinem Gewinn geht eine geringe Leihgebühr an den Verleiher. Da es sich hier um ein hoch risikoreiches Geschäft handelt: im Fall unzutreffender Spekulation habe ich nicht nur den Kursverlust, sondern auch noch die Leihgebühr zu tragen, kann man hier ohne weiteres von „Zocken“ (Spielen) sprechen.

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99% - Morgen Demonstration ab Hauptbahnhof

Wir sind die 99% die durch die Zockerei der Heuschrecken betroffen sind. Heute Nachmittag habe ich noch einmal schnell im Vorbeigehen ein paar Mobilfotos am Martin- Luther- Platz gemacht. Die Stimmung ist gut, Passanten diskutieren mit den Demonstranten, die hier ihr 'Dorf' eingerichtet haben und entschlossen sind, zu bleiben:

Foto 6

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Was sollten wir wissen, wenn wir über 'Die Märkte' reden?

Wir hören es in den letzten Wochen bis zum Überdruss: „die Märkte müssen gerettet werden“. Worum geht es dabei eigentlich?

Eine florierende Wirtschaft benötigt flüssiges Kapital: um Löhne zu zahlen, um Rohstoffe einzukaufen, um Investitionen zu tätigen. Oft hat eine Firma (oder ein Staat) aber seine Mittel 'fest angelegt'. Dieses Anlagekapital können zum Beispiel Immobilien, Maschinen und ein Fuhrpark sein. Das bedeutet Sicherheit für das sogenannte Eigenkapital und es wirft, zumindest in Teilen eine Rendite ab, trägt also zum Geschäftsergebnis bei.

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99% - Der Widerstand formiert sich

Zunächst war es nur die Wallstreet in New York, dann breitete sich der Occupy- Virus [Link zu Wikipedia] über die ganze Welt aus. Auch in Düsseldorf gibt es seit zwei Tagen eine Zeltstadt mitten in der Stadt auf dem Gelände der Johanneskirche, schräg gegenüber von Börse und Bundesbank. Polizeilichen Überlegungen, die Demonstration aufzulösen setzte der Pfarrer schnell ein Ende: „die Demonstranten sind Gäste auf dem Gelände der Kirche“.

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